Mangels starker Impulse Seitwärtsbewegung bei Bunds
In der nächsten Woche stehen dies- und jenseits des Atlantiks nur wenige
Konjunkturdaten an. Im Fokus dürften daher die vier Auktionen am US-Treasuriesmarkt
stehen. Insgesamt dürften sich Bunds und US-Treasuries seitwärts bewegen, wobei die
Auktionen das lange Ende bei US-Treasuries etwas belasten könnten. Am Eurozone-
Staatsanleihenmarkt sind griechische Staatsanleihen im Vergleich zu anderen peripheren
Staatsanleihen aus unserer Sicht zu teuer, weshalb wir im Zehnjahresbereich Short-
Positionen gegenüber irischen und portugiesischen Staatspapieren empfehlen.
Der Datenkalender für die Eurozone und die USA ist in der nächsten Woche spärlich besetzt.
Nur die US-Konsumentenstimmung könnte gegen Ende der Woche eine nennenswerte
Marktwirkung entfalten. Insgesamt gibt es aber kaum Impulse für Bunds und US-Treasuries.
Auf der Angebotsseite liegt das Hauptaugenmerk auf den vier US-Treasuries-Auktionen. Nach
den zehnjährigen inflationsindexierten US-Staatsanleihen (TIPS) am Montag werden bis
Donnerstag außerdem noch 3-, 10- und 30-jährige US-Treasuries verkauft. Insgesamt beläuft
sich das Angebot an US-Staatsanleihen in der nächsten Woche auf mehr als 70 Mrd USD. In
der Eurozone stehen hingegen lediglich rund 8 Mrd EUR an Emissionen an, wobei sich diese
sogar auf unterschiedliche Bereiche der Kurve verteilen. Da Zins- und Tilgungszahlungen rund
38 Mrd Euro betragen, fällt das Netto-Angebot am Eurozone-Staatsanleihenmarkt negativ aus.
Damit ist auch in den nächsten Wochen zu rechnen.
Am Eurozone-Staatsanleihenmarkt haben in den letzten Wochen griechische Staatsanleihen
(GGBs) nicht nur gegenüber Bunds, sondern auch gegenüber anderen peripheren
Staatsanleihen wie Irland und Portugal outperformt. Aufwind bekamen GGBs vor
allem dadurch, dass laut offiziellen Angaben bereits im ersten Halbjahr der gesamte
Finanzierungsbedarf für 2009 gedeckt wurde. Da sich aber zum einen der Finanzierungsbedarf
für 2009 noch erhöhen könnte und zum anderen in Aussicht gestellt wurde, einen Teil der
Mittelaufnahme für 2010 bereits in diesem Jahr zu tätigen, dürfte es auch im zweiten Halbjahr
noch die eine oder andere Emission Griechenlands geben. Dagegen scheint bei irischen
Auktionen das Risiko eines Käuferstreiks trotz der Rating-Herabstufung durch Moody’s vom
Tisch zu sein und Portugal hat bereits rund 80% der Mittelaufnahme für 2009 gedeckt und eine
Vor-Finanzierung für 2010 explizit ausgeschlossen hat. Aus unserer Sicht besteht beim Spread
zwischen GGBs und IRISHs bzw. PGBs im Zehnjahresbereich mit Sicht auf die nächsten drei
Monate Potenzial für eine erneute Ausweitung von 30 bzw. 20 Basispunkten.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 10. August 2010 (Großhandelspreise für Juli) 10. August 2010 (Verbraucherpreise für Juli) 02. August 2010 (VDMA Auftragseingang für Juni) 02. August 2010 (Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe für Juli) 30. Juli 2010 (Großhandelsumsatz im 2. Quartal) 30. Juli 2010 (Einzelhandelsumsätze für Juni) 29. Juli 2010 (Arbeitslosenzahlen für Juli) 28. Juli 2010 (DIW Konjunkturbarometer für Juli) 28. Juli 2010 (Verbraucherpreise für Juli) 27. Juli 2010 (GfK-Konsumklima-Index für August)