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03. Juli 2009, 10:28

Mangels starker Impulse Seitwärtsbewegung bei Bunds
In der nächsten Woche stehen dies- und jenseits des Atlantiks nur wenige Konjunkturdaten an. Im Fokus dürften daher die vier Auktionen am US-Treasuriesmarkt stehen. Insgesamt dürften sich Bunds und US-Treasuries seitwärts bewegen, wobei die Auktionen das lange Ende bei US-Treasuries etwas belasten könnten. Am Eurozone- Staatsanleihenmarkt sind griechische Staatsanleihen im Vergleich zu anderen peripheren Staatsanleihen aus unserer Sicht zu teuer, weshalb wir im Zehnjahresbereich Short- Positionen gegenüber irischen und portugiesischen Staatspapieren empfehlen.

Der Datenkalender für die Eurozone und die USA ist in der nächsten Woche spärlich besetzt. Nur die US-Konsumentenstimmung könnte gegen Ende der Woche eine nennenswerte Marktwirkung entfalten. Insgesamt gibt es aber kaum Impulse für Bunds und US-Treasuries. Auf der Angebotsseite liegt das Hauptaugenmerk auf den vier US-Treasuries-Auktionen. Nach den zehnjährigen inflationsindexierten US-Staatsanleihen (TIPS) am Montag werden bis Donnerstag außerdem noch 3-, 10- und 30-jährige US-Treasuries verkauft. Insgesamt beläuft sich das Angebot an US-Staatsanleihen in der nächsten Woche auf mehr als 70 Mrd USD. In der Eurozone stehen hingegen lediglich rund 8 Mrd EUR an Emissionen an, wobei sich diese sogar auf unterschiedliche Bereiche der Kurve verteilen. Da Zins- und Tilgungszahlungen rund 38 Mrd Euro betragen, fällt das Netto-Angebot am Eurozone-Staatsanleihenmarkt negativ aus. Damit ist auch in den nächsten Wochen zu rechnen.
Am Eurozone-Staatsanleihenmarkt haben in den letzten Wochen griechische Staatsanleihen (GGBs) nicht nur gegenüber Bunds, sondern auch gegenüber anderen peripheren Staatsanleihen wie Irland und Portugal outperformt. Aufwind bekamen GGBs vor allem dadurch, dass laut offiziellen Angaben bereits im ersten Halbjahr der gesamte Finanzierungsbedarf für 2009 gedeckt wurde. Da sich aber zum einen der Finanzierungsbedarf für 2009 noch erhöhen könnte und zum anderen in Aussicht gestellt wurde, einen Teil der Mittelaufnahme für 2010 bereits in diesem Jahr zu tätigen, dürfte es auch im zweiten Halbjahr noch die eine oder andere Emission Griechenlands geben. Dagegen scheint bei irischen Auktionen das Risiko eines Käuferstreiks trotz der Rating-Herabstufung durch Moody’s vom Tisch zu sein und Portugal hat bereits rund 80% der Mittelaufnahme für 2009 gedeckt und eine Vor-Finanzierung für 2010 explizit ausgeschlossen hat. Aus unserer Sicht besteht beim Spread zwischen GGBs und IRISHs bzw. PGBs im Zehnjahresbereich mit Sicht auf die nächsten drei Monate Potenzial für eine erneute Ausweitung von 30 bzw. 20 Basispunkten.




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