EUR-USD auf dem Sprung über die 1,50
Der EUR-USD wird bald die 1,50 überspringen. Zum einen rücken mit steigendem
Risikoappetit die Zinsunterschiede in den Fokus der Anleger. Zum anderen gibt die Fed
noch nicht zu erkennen, wann sie den Fuss vom Gas nimmt. Diese Konstellation bringt
den Dollar als niedig verzinste Währung auf breiter Front unter Druck. Daran wird sich
wohl auch in der kommenden Woche nicht viel ändern.
Der US-Dollar wird derzeit von zwei Seiten in die Zange genommen. Zum einen ist der Dollar
eine der am niedrigsten verzinsten Währung in der G10-Welt. Die positive Markstimmung-nicht
zuletzt aufgrund der überwiegend erfreulichen Unternehmensergebnisse aus den USA-führt
dazu, dass risikofreudigere Anleger nach ertragreicheren Anlagen Ausschau halten. Diese
finden sie in höher verzinslichen Währungen wie AUD oder NZD. Verstärkt wird der Druck auf
den Dollar noch dadurch, dass die Fed keine klaren Signale gibt, wann sie den Fuss vom Gas
nehmen wird. Im Gegenteil: einige FOMC-Mitglieder wünschen sich sogar noch eine Ausweitung
der Käufe von mit Hypotheken besicherten Wertpapieren (MBS). Zu guter Letzt spricht derzeit
auch noch der Trend gegen den Dollar, der auf breiter Front unter Druck steht.
Angesichts der unklaren Signale seitens der Fed werden sich Zinserhöhungsspekulationen
vermutlich erst sehr spät in den Dollar-Kursen niederschlagen. Auf kurze Sicht dürfte der Dollar
unter Druck bleiben. Hieran werden wohl auch die wenigen anstehenden Konjunkturdaten nichts
ändern. Die Zahlen zum Bausektor werdem bestätigen, dass die Korrektur im Wohnungsbau
beendet ist. Vor dem Hintergrund der freundlichen Marktstimmung dürften die Daten die
Risikofreude der Anleger noch erhöhen, was den Druck auf den Dollar weiter verstärkt. Die
Marktteilnehmer müssen sich bei EUR-USD auf Kurse über 1,50 einstellen. Allerdings steigt
damit auch das Risiko einer Korrektur in EUR-USD, da laut der IMM-Daten der Commodities
Futures Trading Commission (CFTC) bereits außerordentlich hohe spekulative USD-Shortpositionen
aufgebaut wurden. Für eine ausgeprägte Korrektur muss sich aber die
allgemeine Marktstimmung deutlich eintrüben.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 10. August 2010 (Großhandelspreise für Juli) 10. August 2010 (Verbraucherpreise für Juli) 02. August 2010 (VDMA Auftragseingang für Juni) 02. August 2010 (Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe für Juli) 30. Juli 2010 (Großhandelsumsatz im 2. Quartal) 30. Juli 2010 (Einzelhandelsumsätze für Juni) 29. Juli 2010 (Arbeitslosenzahlen für Juli) 28. Juli 2010 (DIW Konjunkturbarometer für Juli) 28. Juli 2010 (Verbraucherpreise für Juli) 27. Juli 2010 (GfK-Konsumklima-Index für August)