16. Oktober 2009, 12:45
Die Verbraucherpreise sind im September erwartungsgemäß um 0,2% gestiegen. Die
Vorjahresrate erhöhte sich auf -1,3%. Ohne Nahrungsmittel und Energie stiegen die
Preise ebenfalls um 0,2%, wodurch die „Kernrate“ im Jahresvergleich auf 1,5% kletterte.
Die Kerninflation sollte weiter zurückgehen, die hat Gesamtrate ihren Tiefpunkt wohl
durchschritten. Derzeit drohen in den USA weder Inflations- noch Deflationsprobleme.
Die Verbraucherpreise stiegen von August auf September um 0,2% und damit entsprechend
den Erwartungen. Die Mieten (inklusive den kalkulatorischen Mieten für selbstgenutzte Wohnimmobilien)
als größter Ausgabenposten blieben im Vormonatsvergleich unverändert und
glichen damit größere Steigerungen bei den Kategorien Transport (+0.8%) und Gesundheit
(+0.4%) aus. Die jährliche Inflationsrate ist damit von -1,5% auf -1,3% gestiegen. Der Juli-Wert
von -2,1% markiert damit wohl das Tief im laufenden Zyklus (Grafik). Die deutlich negative
Jahresrate spiegelt fast ausschließlich den Ölpreis wider, der im Sommer 2008 seinen Höhepunkt
erreichte und anschließend abstürzte. Damit fällt dieser statistische Basiseffekt bald aus
dem Vorjahresvergleich heraus. Ende 2009 dürfte die Rate daher wieder deutlich positiv sein.
Ohne Nahrungsmittel und Energie gerechnet stiegen die Verbraucherpreise im September
ebenfalls um 0,2% (ungerundet 0,164%) und damit minimal stärker als erwartet (0,1%). Im
Vorjahresvergleich legte die Kernrate damit von 1,4% auf 1,5% zu, bleibt aber im mittelfristigen
Abwärtstrend. Wegen der unterausgelasteten Kapazitäten in der US-Wirtschaft hat die
Kernrate wohl noch nicht den Tiefpunkt im laufenden Zyklus erreicht. Im Laufe von 2010 dürfte
die Rate auf rund 1% fallen. Echte Inflationsgefahren bestehen damit derzeit nicht. Und auch
Deflation sollte kein Thema sein, da die US- Wirtschaft sich nun wieder erholt, was auch die
heutigen günstigen Daten zum Empire State Index (34,57 nach 18,88) und den Erstanträgen
auf Arbeitslosenhilfe (Rückgang auf nur noch 514 Tsd) belegen.
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