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Donnerstag, 9. September 2010  Mail-Kontakt   Impressum
Deutschland
Rentenmarktkommentar
HSH


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16. Oktober 2009, 12:47

USA - Datenkalender
15:00 Nettowertpapierabsatz im Ausland (in Mrd. USD) Aug. 30 15.288
15:15 Industrieproduktion (M/M, in %) Sep. 0.2 0.8
15:15 Kapazitätsauslastung (in %) Sep. 69.8 69.6
16:00 Verbrauchervertrauen Uni Michigan Oct. 73.3 73.5
Fed-Redner: Fisher
Eurozone - Datenkalender
10:00 IT Handelsbilanz (in Mio. EUR) Aug. k.A. 4107
11:00 EC Handelsbilanz (in Mio. EUR) Aug. 2.5 12552
11:05 IT Leistungsbilanz (in Mio. EUR) Aug. k.A. 3334
EZB-Redner: Weber, Bini Smaghi

Highlights
Banken lieferten gestern ein uneinheitliches Ertragsbild, Merrill und Bank of America werden das fortsetzen
Sind US-Verbraucher tatsächlich optimistisch?
Europäische Notenbanker mit wenig Neuigkeiten

Markttechnik
Der kurzfristige Abwärtstrend wurde nach unten verlassen. Gleichzeitig wurde auch noch die wichtige Unterstützung bei 121,50 scheinbar mühelos durchbrochen, so dass nun der Weg Richtung 120,81 und dann 120 frei ist. In den vergangenen vier Monaten pendelte der Bund Future aber in einem sehr breiten Seitwärtstrendkanal zwischen 120 und 123. Sollte die 120 nicht halten, wird sich er sich ganz schnell um die 118,75 wieder finden.
Der MACD-Indikator hat ein Verkaufssignal gegeben.
Der 14-Tage-RSI sinkt weiter.

Marktkommentar
Die US-Staatsanleihen mussten im Tagesverlauf einmal mehr deutliche Kursverluste hinnehmen. Das ist dieses mal aber eher auf Konjunkturdaten denn auf die Entwicklung des Aktienmarktes zurückzuführen. Die Quartalsergebnisse von Goldman und Citigroup hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während Goldman klotzig verdiente, insbesondere durch Handel und Eigenanlagen, kann man bei der Citigroup die Auswirkungen der weltweiten Rezession sehr gut ausmachen: Kreditausfälle steigen, betroffen sind vor allem Privatkunden und Unternehmen. Der erhebliche Anstieg der Arbeitslosigkeit, der noch nicht zu Ende ist, geht en Universalbanken eben nicht spurlos vorüber. Ein ähnlich unterschiedliches Bild wie gestern werden heute Merrill Lynch und Bank of America (BoA) bieten. Merrill sollte ähnlich wie Goldman oder JP Morgan von der anhaltenden Illiquidität der Märkte sowie der Eliminierung von Konkurrenten profitiert haben, die großzügige Handelsspreads zulassen. Das Ergebnis der BoA wird durch die Rezession gezeichnet sein. Außerdem berichten verschiedene Unternehmen wie GE, Haliburten oder AA, so dass sich heute Abend ein erster belastbarer Eindruck abzeichnet, wie die gesamte Berichtssaison ablaufen wird.
Konjunkturdaten, allen voran die jobless claims, wurden für den Anstieg der Renditen verantwortlich gemacht. Die Erstanträge mögen zwar etwas besser als erwartet ausgefallen sein. Die absolute Höhe deutet jedoch weiterhin auf ein Anhalten des Arbeitsplatzabbaus hin. Das ist also positiv?! Die Stimmung der Konsumenten kann „eigentlich“ nicht besonders gut sein, wenn Arbeitsplatz- gepaart mit Einkommensverlust droht. Daher wäre es wenig verwunderlich, wenn der Index der Uni Michigan heute etwas stärker abtaucht als erwartet. Kapazitätsauslastung und Industrieproduktion werden ähnlich den Konsumentenpreisen gestern zeigen, dass Inflation derzeit kein Thema ist. Das sehen die US Notenbanker ebenso. Nichts desto trotz gibt es Warnungen aus der Obama-Administration, dass die Fed nicht zu lange mit einer Änderung der Geldpolitik warten kann. Diese Warnung wurde von Paul Volcker ausgesprochen, der gerade zu diesen Themen einen bekannt guten Erfahrungsschatz besitzt. Insgesamt gehen wir heute von einer Seitwärtsbewegung mit 10Y T-Notes zwischen 3,40 und 3,52 aus.

Von dem Druck am Morgen konnten sich die europäischen Staatsanleihekurse den Tag über nicht erholen. Die Goviemissionen haben den Markt erheblich belastet. Außerdem freuten sich die Marktteilnehmer wohl über die Revision der Wachstumsperspektiven für Deutschland. Für die Eurozone soll so etwas von den EZB-Volkswirten auch in der Pipeline sein. Dabei wird das „Aber“ bei den Prognosen gern übersehen: Unisono wird von einem harzigen Aufschwung ausgegangen. Das Wort „selbsttragend“ sucht man vergebens. Die EZB warnt aufgrund der Verschlechterung der Unternehmensbonitäten vor einer Kreditklemme in 2010. Gleichzeitig werden die Staaten zur Haushaltskonsolidierung aufgefordert. Die heute anstehenden Daten werden kaum eine Rolle spielen. Daher ist ähnlich wie in den USA mit einer Verschnaufpause und damit einer Seitwärtsbewegung der Renditen zu rechnen.




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Termine für Deutschland
(neueste oben stehend)

Pressekonferenzen
12. März 2007
(IfW-Konjunkturprognose für März)
23. November 2006
(Ifo-Geschäftsklima-Index für November)
12. Oktober 2001
(Einzelhandelsumsätze für August)
11. September 2001
(Handelsbilanz für Juli)

Wirtschaftsdaten
10. August 2010
(Großhandelspreise für Juli)
10. August 2010
(Verbraucherpreise für Juli)
02. August 2010
(VDMA Auftragseingang für Juni)
02. August 2010
(Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe für Juli)
30. Juli 2010
(Großhandelsumsatz im 2. Quartal)
30. Juli 2010
(Einzelhandelsumsätze für Juni)
29. Juli 2010
(Arbeitslosenzahlen für Juli)
28. Juli 2010
(DIW Konjunkturbarometer für Juli)
28. Juli 2010
(Verbraucherpreise für Juli)
27. Juli 2010
(GfK-Konsumklima-Index für August)

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