Absicherung gegen einen mittelfristig steigenden Weizenpreis
Der Novemberkontrakt für europäischen Mahlweizen (Euronext Milling Wheat) ist in den
vergangenen Wochen um 15% gefallen und befindet sich mit 141 EUR je Tonne auf einem
2-Monatstief. Aus unserer Sicht ist der Preisrückgang übertrieben. Der Markt dürfte vom
Angebotsrückgang überrascht werden. Mittel- bis langfristig gehen wir von deutlich
höheren Weizenpreisen aus. Mit dem Abschluss eines Weizenswap auf Euronext Milling
Wheat kann sich ein Weizenkäufer das derzeit günstige Preisniveau sichern.
Der Preis für europäischen Mahlweizen fällt seit einem Monat. Aktuell notiert der
Novemberkontrakt für Euronext Milling Wheat bei 141 Euro je Tonne und damit 15% unter dem
Anfang Juni verzeichneten 8-Monatshoch von 165 Euro je Tonne. Der jüngste Preisrückgang ist
eng verknüpft mit den verbesserten Ernteaussichten in den USA, dem größten Weizenexporteur
weltweit. Befürchtungen eines deutlich geringeren Angebots hatten zum zwischenzeitlichen
Preisanstieg im April und Mai beigetragen, als der Weizenpreis um 25% zulegen konnte.
Aufgrund von ungünstigen Witterungsbedingungen im Frühjahr hatte sich die Aussaat von
Sommerweizen in den USA verzögert und der Wachstumsprozess bei Winterweizen hinkte dem
langjährigen Durchschnitt deutlich hinterher.
Der Rückstand im Weizenanbau konnte in den vergangenen Wochen dank der günstigen
Witterung weitestgehend aufgeholt werden. Zudem wurden die Schätzungen für die USAnbaufläche
2009 nach oben korrigiert. Der aktuellen Umfrage des USLandwirtschaftsminsteriums
zufolge wird sie nur um 5% auf 59,8 Mio Morgen sinken. Im März
war noch ein Rückgang der Anbaufläche um 7% erwartet worden. Die Verzögerungen im
Weizenanbau dürften sich aber in einem niedrigeren Ernteertrag je Hektar niederschlagen. Die
US-Weizenernte wird also stärker zurückgehen als die Anbaufläche. Der International Grains
Council (IGC) geht sogar von einem Rückgang der US-Weizenproduktion in diesem Erntejahr
um 18% auf 56 Mio Tonnen aus.
Außerhalb der USA dürfte die Weizenproduktion nach IGC-Angaben ebenfalls sinken. Dies gilt
insbesondere für die Ukraine (-30%), Kanada (-14%), Russland und die Europäische Union
(jeweils -10%). In Argentinien dürfte die Anbaufläche für Weizen laut Getreidebörse von Buenos
Aires dürrebedingt sogar um knapp 40% schrumpfen. Der vom IGC erwartete Rückgang der
weltweiten Weizenproduktion um 35 Mio auf 652 Mio Tonnen in diesem Jahr könnte daher noch
kräftiger ausfallen. Dem steht ein nahezu unveränderter Weizenverbrauch von 644 Mio Tonnen
gegenüber. Der Anstieg der weltweiten Lagerbestände dürfte daher weitaus geringer ausfallen
als im vergangenen Jahr, als sich die Weizenvorräte allein in den USA mehr als verdoppelten.
Ausgehend vom aktuellen Niveau dürfte der Weizenpreis nicht mehr deutlich fallen. Der Markt
dürfte vom Angebotsrückgang überrascht werden. Mittel- bis langfristig besitzt der Weizenpreis
deutliches Aufwärtspotenzial. Zum Jahresende prognostizieren wir einen Weizenpreis von 160
Euro je Tonne. Auf Sicht von 8 Monaten dürfte der Weizenpreis bis auf 165 Euro je Tonne
steigen. Mit dem Abschluss eines Weizenswap auf Euronext Milling Wheat kann sich ein
Weizenkäufer das derzeit günstige Preisniveau sichern.
Pressekonferenzen 12. März 2007 (IfW-Konjunkturprognose für März) 23. November 2006 (Ifo-Geschäftsklima-Index für November) 12. Oktober 2001 (Einzelhandelsumsätze für August) 11. September 2001 (Handelsbilanz für Juli)
Wirtschaftsdaten 10. März 2010 (KfW Mittelstandsmonitor 2010) 10. März 2010 (Leistungsbilanz für Januar) 10. März 2010 (Verbraucherpreise für Februar) 09. März 2010 (Umsatzindex im Vearbeitenden Gewerbe für Januar) 09. März 2010 (Insolvenzen im Jahr 2009) 08. März 2010 (Industrieproduktion für Januar) 08. März 2010 (sentix Konjunkturindex für März) 05. März 2010 (Auftragseingänge der Industrie für Januar) 03. März 2010 (Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe für Februar) 02. März 2010 (Pkw-Neuzulassungen für Februar)