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Produktidee: Swap auf Mahlweizen
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03. Juli 2009, 10:26

Absicherung gegen einen mittelfristig steigenden Weizenpreis
Der Novemberkontrakt für europäischen Mahlweizen (Euronext Milling Wheat) ist in den vergangenen Wochen um 15% gefallen und befindet sich mit 141 EUR je Tonne auf einem 2-Monatstief. Aus unserer Sicht ist der Preisrückgang übertrieben. Der Markt dürfte vom Angebotsrückgang überrascht werden. Mittel- bis langfristig gehen wir von deutlich höheren Weizenpreisen aus. Mit dem Abschluss eines Weizenswap auf Euronext Milling Wheat kann sich ein Weizenkäufer das derzeit günstige Preisniveau sichern.

Der Preis für europäischen Mahlweizen fällt seit einem Monat. Aktuell notiert der Novemberkontrakt für Euronext Milling Wheat bei 141 Euro je Tonne und damit 15% unter dem Anfang Juni verzeichneten 8-Monatshoch von 165 Euro je Tonne. Der jüngste Preisrückgang ist eng verknüpft mit den verbesserten Ernteaussichten in den USA, dem größten Weizenexporteur weltweit. Befürchtungen eines deutlich geringeren Angebots hatten zum zwischenzeitlichen Preisanstieg im April und Mai beigetragen, als der Weizenpreis um 25% zulegen konnte. Aufgrund von ungünstigen Witterungsbedingungen im Frühjahr hatte sich die Aussaat von Sommerweizen in den USA verzögert und der Wachstumsprozess bei Winterweizen hinkte dem langjährigen Durchschnitt deutlich hinterher.
Der Rückstand im Weizenanbau konnte in den vergangenen Wochen dank der günstigen Witterung weitestgehend aufgeholt werden. Zudem wurden die Schätzungen für die USAnbaufläche 2009 nach oben korrigiert. Der aktuellen Umfrage des USLandwirtschaftsminsteriums zufolge wird sie nur um 5% auf 59,8 Mio Morgen sinken. Im März war noch ein Rückgang der Anbaufläche um 7% erwartet worden. Die Verzögerungen im Weizenanbau dürften sich aber in einem niedrigeren Ernteertrag je Hektar niederschlagen. Die US-Weizenernte wird also stärker zurückgehen als die Anbaufläche. Der International Grains Council (IGC) geht sogar von einem Rückgang der US-Weizenproduktion in diesem Erntejahr um 18% auf 56 Mio Tonnen aus.
Außerhalb der USA dürfte die Weizenproduktion nach IGC-Angaben ebenfalls sinken. Dies gilt insbesondere für die Ukraine (-30%), Kanada (-14%), Russland und die Europäische Union (jeweils -10%). In Argentinien dürfte die Anbaufläche für Weizen laut Getreidebörse von Buenos Aires dürrebedingt sogar um knapp 40% schrumpfen. Der vom IGC erwartete Rückgang der weltweiten Weizenproduktion um 35 Mio auf 652 Mio Tonnen in diesem Jahr könnte daher noch kräftiger ausfallen. Dem steht ein nahezu unveränderter Weizenverbrauch von 644 Mio Tonnen gegenüber. Der Anstieg der weltweiten Lagerbestände dürfte daher weitaus geringer ausfallen als im vergangenen Jahr, als sich die Weizenvorräte allein in den USA mehr als verdoppelten.
Ausgehend vom aktuellen Niveau dürfte der Weizenpreis nicht mehr deutlich fallen. Der Markt dürfte vom Angebotsrückgang überrascht werden. Mittel- bis langfristig besitzt der Weizenpreis deutliches Aufwärtspotenzial. Zum Jahresende prognostizieren wir einen Weizenpreis von 160 Euro je Tonne. Auf Sicht von 8 Monaten dürfte der Weizenpreis bis auf 165 Euro je Tonne steigen. Mit dem Abschluss eines Weizenswap auf Euronext Milling Wheat kann sich ein Weizenkäufer das derzeit günstige Preisniveau sichern.




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