03. Juli 2009, 10:26
EUR-CHF: Weiterhin sind die Zentralbanken im Fokus der Marktteilnehmer. So bekräftigte die Schweizerische Nationalbank (SNB) erneut ihre Bereitschaft, gegen den Franken zu intervenieren. Ob es gestern tatsächlich zu erneuten Frankenverkäufen der SNB kam, bleibt bislang unklar. Der EUR-CHF-Kurs reagierte aber deutlich und stieg bis auf 1,5247. Noch am Morgen war der Kurs unter die Marke von 1,52 gesunken. Möglicherweise hat sich bei der SNB die „Interventionsschwelle“ auf 1,52 verschoben, auch wenn es gestern nur eine Verbalintervention war. In der letzten Woche hatte das Eingreifen der SNB bei 1,50 eingesetzt. Sicher ist dies allerdings nicht, da die SNB keinerlei Bestätigungen dafür lieferte. Eines jedoch ist klar, die Unsicherheit bleibt hoch, denn Interventionen können zu jedem Zeitpunkt durchgeführt werden.
Theoretisch kann eine Zentralbank die eigene Währung dauerhaft und nachhaltig Schwächen, da die Möglichkeit zur unbegrenzten Geldschöpfung besteht. Der Verlauf des EUR-CHF-Kurses zeigt aber zweierlei. Erstens: Die Wirkung scheint nachzulassen. So katapultierten im März die ersten Signale in Richtung Devisenmarktinterventionen den Kurs von unter 1,48 auf über 1,54. Die SNB-Aktionen der letzten Woche ließen den Kurs von rund 1,50 auf knapp unter 1,54 steigen und nun reichte der SNB-Kommentar lediglich von unter 1,52 bis knapp 1,5250. Zweitens: Im Nachgang der Eingriffe in den Devisenmarkt kam es zu einer Gegenbewegung, die rund 50 % des induzierten Anstieges ausmachten. Die SNB läuft daher Gefahr, Glaubwürdigkeit zu verspielen, oder der Einsatz muss erhöht werden.
EUR-USD: Noch immer scheint jeweils der an den Aktienmärkten zum Ausdruck kommende Optimismus und Pessimismus ein Haupttreiber der EUR-Kursentwicklung zu sein. Wir hatten in dieser Woche bereits darauf hingedeutet und vor allem die Bewegungen der letzten beiden Tage scheinen dies nochmals zu bestätigen. Der Euro stand im Tagesverlauf unter Druck, parallel zu schwächeren Aktiennotierungen. Aufgrund des amerikanischen Feiertages dürfen sich die Impulse von dieser Seite heute jedoch in Grenzen halten. Technisch bleibt festzuhalten, dass der MACD seine leichte Aufwärtstendenz beendet hat und wieder unterhalb seiner Signallinie notiert. Unterstützungen finden sich bei 1,3925 und im Bereich 1,3885/1,3900, Widerstände bei 1,4000, 1,4155 und 1,4178. Trading-Range: 1,3885 - 1,4050.
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