03. Juli 2009, 12:50
Deutschland/Europa Belastet von schlechten US-Arbeitsmarktdaten hat der
deutsche Aktienmarkt gestern schwach geschlossen
(DAX: -3,8%). Vor allem die Autowerte gerieten aufgrund
der einen Tag zuvor veröffentlichten US-Absatzzahlen
unter Druck. Bei der Daimler-Pkw-Sparte waren die Verkäufe
im Jahresvergleich um mehr als 26% zurückgegangen,
was der Aktie ein Minus von 5,5% einbrachte.
Die Volkswagen-Titel fielen sogar um 7,8%. Die Porsche-
Aktien büßten 3,9% ein, nachdem der US-Absatz des
Sportwagenherstellers um mehr als 60% eingebrochen
war. Mit einem Minus von nur 2,2% hielten sich die Titel
der Dt. Telekom etwas besser als der Gesamtmarkt. Ein
Zeitungsbericht, wonach Telefonica Interesse an der
Tochter T-Mobile UK zeigen und einen Bieterwettstreit
auslösen könnte, wurde positiv aufgenommen.
USA/Welt Die US-Börsen haben gestern deutliche Abschläge hinnehmen
müssen, der Dow Jones fiel um 2,6%. Insbesondere
die enttäuschend ausgefallenen Daten vom Arbeitsmarkt
im Monat Juni belasteten. Außerhalb der
Landwirtschaft ging die Beschäftigtenzahl um 467.000
zurück. Der US-Auftragseingang langlebiger Güter erhöhte
sich im Mai hingegen um 1,2%, nachdem im Vormonat
ein Plus von 0,5% ausgewiesen worden war. Die Ölpreise
verzeichneten einen Rückgang um 3,8% und rutschten
unter der Marke von 66 USD. Nachfragesorgen angesichts
einer nicht einsetzenden Wirtschaftserholung prägten
auch den Aktienhandel. Boeing fiel um 3,3%. Der
Flugzeugbauer hatte im zweiten Quartal 125 Verkehrsflugzeuge
und damit eine Maschine weniger als im Vorjahresquartal
ausgeliefert. Die Aktien des Aluminiumherstellers
Alcoa litten unter den nachgebenden Rohstoffpreisen
und gaben als schwächster Wert im Dow um
4,7% nach.
Ausblick Nach dem DAX-Kursrutsch vom Vortag gehen wir für
heute von einer leichten positiven Gegenbewegung aus.
Per Saldo rechnen wir mit einem ruhigen Handel, zumal
die US-Börsen heute feiertagsbedingt geschlossen bleiben.
Kurstreibende Konjunktur- oder Unternehmenstermine
stehen nicht an.
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